Zusammenleben von Hund und Katze

Hund und KatzeKatzen und Hunde können sehr wohl miteinander in einem Haushalt leben, allerdings bedarf es schon einiger Grundkenntnisse, damit ein glückliches Zusammenleben auf Dauer funktionieren kann. Die hauptsächlichen Schwierigkeiten dabei liegen in der unterschiedlichen Körpersprache der beiden Tiere.

Grundsätzliches vor dem Einzug

Es gibt sehr viele verschiedene Hunde-und Katzenrassen, und je nach Rasse können bestimmte Charaktereigenschaften stärker ausgeprägt sein als andere. Deshalb sollte man sich schon im Vorhinein darüber schlau machen, ob das Temperament des gewünschten Tieres denn wohl auch dem des bereits vorhandenen Hausbewohners ähnelt. Für eine langfristig harmonische Beziehung ist es einfach sehr sinnvoll, große Wesensunterschiede von vornherein zu vermeiden.

Des weiteren kann man den beiden Vierbeinern das Aufeinander treffen erleichtern, indem man einem Tier ein Tuch oder eine Decke des anderen als Kuschel- oder Schlafdecke bereit legt. So lernt es den Geruch des künftigen Hausgenossen schon kennen und ist dann beim ersten Aufeinander treffen weniger irritiert. Hat man direkten Kontakt zum Besitzer des gewünschten Neuankömmlings, so kann man auch diesen bitten, dasselbe mit dem andren Tier zu machen.

Das Katzenklo sollte für den Hund bestenfalls gar nicht zugänglich sein, denn Hunde wühlen sehr gerne in diesem und essen mitunter sogar den Kot der Katze auf. Zudem benötigt die Katze während ihres Geschäftes Ruhe, der Hund würde sie dabei stören.

Auch die Futterschüsseln sollte man so platzieren, dass sie der jeweils andere nicht erreichen kann. Idealerweise tut man das, indem man die Schüssel der Katze etwas höher stellt, zum Beispiel auf einen Kasten, da Katzen ausgesprochene Balancekünstler sind und es Hunde schwer haben dort hinaufzukommen. Ist dies nicht möglich, so kann man die Schüsseln auch in voneinander getrennten Räumen platzieren oder die beiden Tiere einfach zu unterschiedlichen Zeiten füttern.

Einmal angekommen

Ist der neue Hausgenosse einmal im neuen Zuhause angekommen, sollte ihm noch etwa eine Woche Zeit gelassen werden um sich ein wenig einleben zu können, bevor man ihn mit dem bereits vorhandenen Tier vertraut macht. Am besten ist es, dem neuen Bewohner, schon bevor er da ist, hierfür ein eigenes Zimmer einzurichten. Zu beachten ist dabei lediglich, dass beide Tiere den Geruch des jeweils anderen wahrnehmen können, obwohl sie voneinander getrennt sind. Um dies zu ermöglichen lässt man idealerweise einfach eine kleine Zimmerspalte geöffnet.

Ebenso ist es wichtig, dass jedes Tier sein Spielzeug und auch seinen eigenen Platz hat an den er sich zurückziehen kann. Gerade Hauskatzen sollten natürlich auch die Möglichkeit haben sich in den Wohnräumen zu beschäftigen und somit “auszupowern”. Denn alle Katzenbesitzer wissen: eine gelangweilte Katze kommt auf die dümmsten Ideen. Und natürlich sollen die Katzen ihre überschüssige Energie nicht nutzen um den Hund zu “nerven”. Dies führt nur zu Stress zwischen den beiden. Gleiches gilt natürlich ebenfalls für den Hund. Nun muss man nur noch die richtige Beschäftigung für seine Lieblinge finden.  So ist zum Beispiel ein Katzenlaufrad besonders gut geeignet für Hauskatzen. Hunde können natürlich sehr leicht beim täglichen Spaziergang ausgepowert werden. Wenn dann beide ihre überschüssige Energie losgeworden sind, kuscheln sie vielleicht auch mal schön zusammen.

Hundehaushalt versus Katzenhaushalt

Katze an Hund gewöhnen: In einem Katzenhaushalt wird ein neuer Hund von der Katze zunächst einmal als eine Art Eindringling, der sich Zutritt in ihr Revier verschafft, betrachtet. Außerdem kann es sein, dass sich die Katze vor dem großen Neuankömmling etwas fürchtet, da sie nicht weiß, ob sie auf dessen Speisekarte steht. Deshalb sollte man dem Hund am Anfang keinen uneingeschränkten Bewegungsfreiraum erlauben, sondern ihn erst einmal an der Leine behalten. Sehr wichtig ist es auch, sicherstellen, dass die Katze genug Möglichkeiten hat um sich gegebenenfalls auch verkriechen zu können.
Hund an Katze gewöhnen: Hunde reagieren im Allgemeinen sehr unterschiedlich auf Katzen. Auch spielt die bisherige Hundeerziehung eine gewisse Rolle. Je größer ein Hund ist, desto eher wird er beispielsweise Gefallen daran finden die Katze zu jagen. Umgekehrt wird auch die Katze vor einem großen Hund zunächst etwas mehr Respekt haben als vor einem kleinen. Man sollte auf keinem Fall vergessen, dass sich die Stubentiger mit ihren messerscharfen Pfoten sehr gut zur Wehr setzen können. Darum ist es wichtig, den Hund vor potenziellen Angriffen auch zu schützen. Tut man dies nicht, so können wirklich sehr ernsthafte Verletzungen die Folge sein.

Die erste direkte Begegnung

Das Aufeinander treffen der beiden Tiere sollte sehr gut geplant sein. Am besten ist es, diesen Schritt gemeinsam mit 2-3 weiteren Personen anzugehen, damit die Tiere immer im Auge behalten werden können und im Notfall schnell jemand eingreifen kann. Zuerst bringt man dann den Hund in den Kennenlernraum und bindet ihn beispielsweise an einen Tisch oder die Heizung. Auf keinem Fall aber sollte man sich darauf verlassen, dass man es schaffen wird ihn gegebenenfalls nur mit der Hand alleine zurückhalten zu können. Der nächste Schritt besteht darin, die Katze hinein ins Zimmer zu lassen. Nur so ist garantiert, dass sich das allgemein etwas wehrlosere Tier dem Größeren nur genau so weit annähern muss wie es das auch möchte. Man kann kann diesen Prozess auch versuchen etwas zu beschleunigen, indem man die Tiere für richtiges Verhalten mit einigen kleinen Snacks belohnt.

Diese zwei Schritte sollten täglich für einige Zeit durchgeführt werden, wenn möglich auch ein paar Mal pro Tag, zum Beispiel Morgens und Abends. Die Übungsdauer selbst hängt im Wesentlichen davon ab, wie lange die Katze will. Hat sie nämlich genug, so wird sie höchstwahrscheinlich einfach den Raum wieder verlassen.

Schlussendlich sei noch gesagt, dass eine solche Tierfreundschaft einfach etwas Zeit benötigt und man sie nicht erzwingen sollte.

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1 Kommentar

  1. Ich hätt bei unserer zwei auch nie gedacht, dass es funktioniert aber Mops und Karthäuser Kätzchen ist kein Problemo wenn man der Sache ein wenig Zeit gibt 🙂

    Grüße

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