Bio Katzenstreu: Inwiefern profitiert die Katze?

Ob eine Katze den Unterschied zwischen hochwertiger Bio Katzenstreu und normaler Einstreu merkt, können Besitzer das Tier natürlich nicht fragen. Dennoch gibt es einige klare Vorteile, die für die Benutzung sprechen. Davon profitieren nicht nur die Tiere, sondern auch deren Mensch.

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Konventionelle Streu: Diese Nachteile bringt sie mit sich

Die gewöhnliche Streu aus dem Handel besteht in der Regel aus mineralischen Stoffen. Diese kann zwar die entstehende Feuchtigkeit durch den Urin gut aufsaugen, den Geruch allerdings nur teilweise binden. Katzen sind sehr reinliche Tiere und verschmähen nicht selten ein nur einmalig benutztes Katzenklo aufgrund des unangenehmen Geruchs.

Um das Defizit durch die unzureichende Geruchsbindung auszugleichen, geben viele Hersteller Duftstoffe in die Streu. Diese werden nicht von allen Tieren akzeptiert. Des Weiteren besteht bei verschiedenen Duftstoffen das Risiko, dass diese Allergien bei besonders empfindlichen Tieren auslösen.

Nicht nur die fehlende Bindung unangenehmer Gerüche, sondern auch das starke Stauben ist ein schwerwiegendes Problem. Erstens handelt es sich um eine hygienische Frage. Wer möchte schon jeden Tag den unangenehmen weißen oder grauen Staub im Bad wegwischen? Zudem können Katzen und Menschen durch den feinen Staub an Asthma erkranken. Hat sich die Krankheit einmal chronifiziert, können die Beschwerden für immer bestehen bleiben.

Auch die Umwelt leidet unter klassischer Streu

Neben den oben genannten Nachteilen für Tier und Mensch gibt es noch weitere Defizite bei klassischer Streu auf mineralischer Basis. Die meisten Streus bestehen zumindest zum größeren Teil aus Bentonit. Dieses wird oberflächlich in bestimmten Regionen Spaniens, Nordamerikas und Kanadas abgebaut. Durch die Abtragung leiden die betroffenen Regionen erheblich. Der Grundwasserspiegel sinkt, worunter sowohl Fauna als auch Flora leiden.

 

Natürlich nimmt die Katze die Nachteile für die Umwelt nicht direkt wahr. Doch auf lange Sicht sind wir alle betroffen von einer Absenkung des Erdreichs. Sacken die in den genannten Regionen die Gebäude ab, so müssen Menschen umgesiedelt werden. Zudem wird die Umwelt vor Ort durch den aufkommenden Staub stark belastet. Ist das wirklich notwendig, nur um Katzenstreu herzustellen?

 

Um die Vorteile für die Umwelt am eigenen Leib zu erfahren, müssen Katzenbesitzer gar nicht in die Ferne schweifen. In puncto Entsorgung ist die pflanzliche Katzenstreu nämlich ebenfalls ein klarer Gewinner: Sie ist problemlos kompostierbar.

Bio Katzenstreu für glückliche Miezen

Bio Katzenstreu besteht – je nach Hersteller – als Holz, Zellulose, Stroh oder aus Mais. Hierbei handelt es sich um nachwachsende Rohstoffe, deren Abbau die Umwelt nicht in einem hohen Maße belasten. Genau wie bei konventioneller Streu auch gibt es hier verschiedene Sorten. Die individuelle Vorlieben der Katzen kann in jedem Fall bedient werden, da es sowohl sehr feine als auch sehr grobe Varianten gibt. Für Katzen, die das Rascheln der Streu nicht mögen, wird auch Bio Katzenstreu in Pelletform hergestellt.

 

Die rein pflanzlichen Fasern sind besonders saugstark und binden Gerüche gut. Wenn die Katze merkt, dass es auf dem Katzenklo frischer riecht und der Untergrund schön trocken ist, werden Katzenklos besser angenommen. Weil die pflanzliche Streu in der Regel leichter ist als die konventionellen Varianten, ist der Gang zum Klo für viele Katzen noch aus einem anderen Grund angenehmer: Die empfindlichen Zehenballen werden geschont, weil es kaum spitze Bestandteile gibt.

Nicht nur die Tiere profitieren

Die Entsorgung über den klassischen Biomülleimer oder direkt über den Komposthaufen im Garten ist bei pflanzlichen Streus problemlos möglich. Allerdings sollten sich Katzenbesitzer zu diesem Thema am besten bei der Gemeinde oder der Stadt erkundigen, welche Möglichkeit der Umwelt am besten bekommt. Auf diese Weise wird sowohl die menschliche als auch die tierische Gesundheit geschont.

Sogar der Geldbeutel kann davon profitieren, wenn Halter von konventioneller Streu auf pflanzliche Streu umsteigen. Weil die Streu saugfähiger ist, muss sie seltener gewechselt werden. Wie viel Milliliter konkret pro Kilogramm aufgesaugt werden können, hängt vom Produkt ab. Generell geben sich Katzen bei hochwertiger Streu aus Stroh oder anderen Pflanzenfasern eher mit einem selteneren Wechsel zufrieden.

Meistens genügt es, wenn die offensichtlich benutzten Ecken ausgeräumt werden. Bei klassischer Streu muss hingegen nicht selten das komplette Klo entleert werden, um das Stauben wenigstens ein bisschen besser unter Kontrolle zu halten. Alte Katzenstreu auf mineralischer Basis zerfällt nach und nach und staubt dann noch mehr! Dieses Problem besteht bei pflanzlicher Streu nicht. Die Folge: Halter kommen länger mit der gleichen Menge aus und können auf lange Sicht sparen.

Bildquelle: chatchawarn loetsupan – Pexels.com